Dennis Dünnwald interessiert sich für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und hat sich entschlossen, diese Themenfelder in einem Geschichts- und Germanistikstudium zu professionalisieren. Im Rahmen der Ringvorlesung wird er vor dem Hintergrund der jüngst erschienen Netflix-Serie „Troy – Untergang einer Stadt“ versuchen, sich den Ursprüngen dieses Stofffeldes zu nähern. Dabei stehen die Fokalisierungsverfahren und die Zoomtechnik im Trojanerkrieg Konrads von Würzburg im Zentrum des Vortrages.


Janine von Kalinowski wird Ende des Sommers ihr M.A.-Studium der Anglistik/Amerikanistik und Germanistik abschließen. Im Rahmen ihres Vortrags in der Ringvorlesung wird sie sich der Textkritik widmen und aufzeigen, dass es sich hierbei um ein nicht zu unterschätzendes Werkzeug der Interpretation handelt. Anhand der verschiedenen Versionen der Kurzgeschichte „The Merry Men“ von Robert Louis Stevenson geht sie mitunter den Fragen nach, warum ein Text nicht nur in seiner letzten Fassung rezipierungswürdig ist und welchen Einfluss unser Wissen um die Entstehung des Textes auf dessen Interpretation haben kann.


Kilian Janowiak schließt gerade das Bachelorstudium der Komparatistik und Sinologie ab. Im Rahmen der Ringvorlesung widmet er sich dem Unsagbaren und stellt einige Strategien der sprachlichen Darstellung des Göttlichen in Dante Alighieris Commedia, insbesondere dem Paradiso, vor.


Lucas Franken hat Theaterwissenschaft und Französisch studiert (B.A.) und steht gerade kurz vor dem Abschluss seines Masters in Romanischer Philologie (allgemein) mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die Analyse einer Comic-Adaption (Gotlib/Alexis) des Romans Die Kameliendame von Alexandre Dumas fils.


Lise Allirand hat gerade im letzten Semester ihren M.A. an der RUB in Komparatistik abgeschlossen. Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der dokumentarischen Darstellung von kollektiven Traumata wie dem 11. September oder dem Holocaust in der heutigen Literatur auseinandergesetzt. Darauf soll ein Promotionsprojekt folgen, das sich spezieller auf dem Holocaust und seiner Dokumentation in der Gegenwarstliteratur fokussiert. Der Beitrag zur studentischen Ringvorlesung wird sich daher sich an diesen gerade entstehenden Fragestellungen orientieren.


Thomas Stöck studiert Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft im Master of Arts und wird im Rahmen der Ringvorlesung das Thema „Das literarische punctum – Fotografische Sprachpoetik und Roland Barthes’ Fotografietheorie in Austerlitz und Dora Bruder“ behandeln.


David Röttger studiert  Ostasienwissenschaften mit dem Schwerpunkt Koreanistik im Masterstudiengang.

In seiner Vorlesung  möchte er anhand von Flüchtlingsliteratur aus Nordkorea und Ostpreußen der Frage nachgehen, wie der unterschiedliche kulturelle Hintergrund sowie das politische und soziale  Umfeld die Vorstellungen eines Menschen beeinflussen kann, die sich dieser von dem macht, was er Heimat nennt.


Gwendolin Lennartz studiert an der Universität Duisburg-Essen im 2-Fach-Master Germanistik und Kommunikationswissenschaft und freut sich über die Einladung der RUB zur studentischen Ringvorlesung. Sie interessiert sich für die Zusammenhänge zwischen Literatur und Gesellschaft in der Gegenwartskultur und beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit Margaret Atwoods Roman The Handmaid’s Tale. Sie untersucht vor dem Hintergrund soziologischer Theorien, wie der Roman reproduktionspolitische Narrative der Dystopie veranschaulicht und in einem weiteren Schritt eine Sprache der Subversion etabliert. 


Tabea Klapdor möchte sich mit dem Thema „Hybride Frauenkörper in phantastischen Texten von E.T.A. Hoffmann, H.P. Lovecraft und Angela Carter“ den besonderen Körpern weiblicher Fabelwesen in den drei Texten Der goldne TopfThe Thing on the Doorstep und Nights at the Circus nähern. Im Zentrum stehen dabei Motiviken von Bedrohung und Begehren, die über Ansätze aus der feministischen postmodernen Theorie, den Cultural Studies und vor allem Theorien zum Monströsen vorm Hintergrund des Neuen Materialismus aufgeschlüsselt werden.


Britta Köhler hat Romanistik (Frz./It.) und Literaturübersetzen an den Universitäten Bochum, Rom und Düsseldorf studiert und promoviert derzeit im Bereich der italienischen Literaturwissenschaft. Im Rahmen der Ringvorlesung wird sie eine Arbeit zu Diderots anthropologischen Dialogen vorstellen, in der es um das Verhältnis von Naturschönem und Kunstschönem in der französischen Aufklärung am Beispiel der sogenannten ‚Promenade Vernet‘ von 1767 geht. Dabei liegt das Novum von Diderots Perspektive darin, dass der Kunst eine der Natur überlegene Position eingeräumt wird, weil Imagination und schöpferisches Genie des Künstlers als befähigt erachtet werden, die Natur zu übertreffen.


Sven Busch studiert Germanistik, Geschichte und Philosophie im Master of Arts an der Universität Duisburg-Essen. Dabei legt er einen besonderen Fokus auf das Themenfeld der Ästhetik. In der studentischen Ringvorlesung beschäftigt er sich mit den Italienreisen in der Aufklärungszeit und ihren Auswirkungen auf das Ästhetikverständnis der reisenden Schriftsteller. Insbesondere geht es hierbei um das Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Antike und Tod.


Wenn er nicht gerade aus dem ständigen Staunen über den Pott nicht herauskommt, studiert Marc Schäfer Komparatisitik und Französisch im Bachelor. Der Vortrag dreht sich um „the most famous unknown play of the century“, die Frage, wie Apollinaires Poetik und Theaterästhetik die Avantgarden prägte und was das alles mit sprechenden Zeitungskiosken und  Männern, die an einem Tag 40.049 Kinder zeugen, zu tun hat.


Kristina Ahrens, Kirsten Jüdt, Carina Liebel, Robert Queckenberg